Kraftwerk

Die Mátra Kraftwerk GAG hat 2×100-MW-, 1×220-MW- und 2×232-MW-Stromerzeugungsblöcke mit Lignitfeuerung und 2×33-MW-Blöcke mit Gasfeuerung. Die Hauptkomponenten der Blöcke sind: Dampfkessel, Elektrofilter, Dampfturbine, Generator, Haupttransformator, Kühlsystem.

Die im Tagebau Visonta gewonnene Kohle wird im Brechwerk auf die Korngröße von 40 mm zerkleinert und die mit der Bahn transportierte Kohle aus Bükkábrány werden auf dem Kohlenlagerplatz des Kraftwerkes deponiert, dieser Platz reicht für die Lagerung von 200 Tt Brennstoff aus.


Der Brennstoff wird mit dem Binnenförderungssystem der Kohlen zu den kesseln gefördert. Alle fünf Kessel werden mit Kohlenstaub gefeuert, diese sind Zweizugkessel in Halbfreilichtausführung.
Die Staubabscheidung aus dem Rauchgas der Kessel erfolgt mit deutschen Elektrofiltern Typ LURGI bzw. HEG. Die weitere Reinigung des entstaubten Rauchgases erfolgt mit der seit Oktober 2000 betriebenen Rauchgasentschwefelungsanlagen. Die entstandene Schlacke und die nicht verkaufte Asche werden in Dickschlammform auf dem Schlammplatz deponiert.

Die Energie des Hochdruckdampfes hoher Temperatur, der aus dem Kessel kommt, wird durch die Turbogruppe in elektrische Energie umgewandelt.. Die Dampfturbinen sind in Zelten aufgestellt und bestehen aus drei bzw. vier Gehäusen. Der Dampf von der Endstufe der Turbine wird den Kondensatoren zugeführt. Der Kühlewasser der Kondensatoren der Blöcke I-II-IV-V wird in den geschlossenen mit Luft gekühlten Türmen Typ Heller-Forgó und das Kühlwasser des Kondensators des Blocks III in offenen Kunstzug-Kühltürmen mit Wasserfilmkühlung abgekühlt.

Im JAhre 2007 haben die beiden Gasturbinen der Leistung von je 33 MW mit ihrem kommerziellen Betrieb begonnen. Die Gasturbinen im Kombizyklus werden mit Zwischenschaltung eines Abhitzekessels an die Blöcke IV-V angekoppelt, dadurch wird der Wirkungsgrad dieser erhöht und die spezifische Umweltbelastung gemindert.

Die Wasserwirtschaft des Kraftwerkes wird durch die Sparsamkeit mit Wasser gekennzeichnet, da es keinen größeren Wasserfluss in der Nähe gibt. Deshalb ist die Wasserversorgung des Kraftwerksprozesses in erster Linie mit Rezirkulation gelöst (Dampferzeugung, Dampfkondensation der Blöcke, usw.), was ca. 99% des gesamten Wasserverbrauchs des Kraftwerkes bedeutet. Somit beträgt der der Frischwasserverbrauch im Vergleich zur gesamten Wasserbenutzung des Kraftwerkes weniger als 1%.

Der Rohwasserverbrauch des Kraftwerkes  erfolgt aus dem Speichersee bei der gemeinde Markaz, mit einem Fassungsvermögen von 8,5 Mio. m3. Die Wassersammlungsfläche des Speichersees beträgt 50 km2. Die Füllung des Speichersees erfolgt neben den oberirdischen Wasserflüssen aus der Tagebauentwässerung. Für die Gebrauchswassersysteme des Kraftwerkes wird das Wasser vorgegebener Qualität im eigenen Wasseraufbereitungswerk des Kraftwerkes hergestellt.